Der Fußball

Der Fußball
 
Fußball ist ein Sportspiel zwischen zwei Mannschaften, jeweils bestehend aus elf Spielern (zehn Feldspielern und einem Torhüter), von denen drei durch Einwechselspieler (bei Freundschaftsspielen nach Vereinbarung auch mehr) während der Spielzeit (auch in einer Verlängerung) ersetzt werden können. Ziel des Spiels ist es, den aus Leder (oder anderem genehmigten Material) bestehenden Ball (Umfang 68-70 cm, Gewicht 410-450 g) möglichst oft regelgerecht in das gegnerische Tor (Höhe 2,44 m, Breite 7,32 m; von den Innenkanten der Pfosten und der Querlatte gemessen) zu befördern und Tore der gegnerischen Mannschaft zu verhindern. Gespielt wird im Freien auf einem rechteckigen Spielfeld (national 90-120 m lang, 45-90 m breit, international mit einer Fläche von maximal 110 m × 75 m und mindestens 100 m × 64 m), wobei die Länge stets die Breite übertreffen muss). Die Spielzeit im Frauen- und Männerbereich beträgt 2 × 45 min. Nach der ersten Halbzeit wird das Spiel durch eine Pause (maximal 15 min) unterbrochen. Die durch Verletzungen oder andere Verzögerungen verlorene Spielzeit sollte der Schiedsrichter nachspielen lassen. Er wird bei der Überwachung des regelmäßigen Spielverlaufs von zwei sich diagonal gegenüberstehenden Schiedsrichterassistenten unterstützt. Die Ausrüstung der Spieler besteht aus Trikot, Shorts, Kniestrümpfen (Stutzen), Schienbeinschonern und Fußballschuhen, deren Sohlen mit auswechselbaren Schraubstollen oder fest aufgeprägten (Nocken-)Stollen versehen bzw. als »Bürstensohlen« hergestellt sind. - Im Behindertensport wird Fußball auf Kleinfeld gespielt (sieben Aktive je Mannschaft), seit 1992 auch ein Wettbewerb (für spastisch Gelähmte) der Paralympics.
 
 Spielregeln
 
Bei Spielbeginn und nach jedem Tor stellen sich die Mannschaften in ihren Spielhälften auf. Nachdem der Schiedsrichter durch einen Pfiff das Zeichen zum Spielbeginn gegeben hat, wird der Anstoß (aus dem ein Treffer direkt erzielt werden kann) ausgeführt. Bei Halbzeit werden die Spielhälften gewechselt. Ein Tor ist erzielt, wenn der Ball in seinem vollen Umfang die Torlinie zwischen den Torpfosten unterhalb der Querlatte überquert hat. Die Mannschaft, die die meisten Tore erzielt hat, ist Sieger. Werden während der Spielzeit keine Tore erzielt oder haben nach Beendigung beide Mannschaften die gleiche Anzahl von Toren erreicht, wird das Spiel als unentschieden gewertet. In der Regel werden bei Pokal- u. ä. Wettbewerben diese Spiele um 2 × 15 min verlängert und eventuell durch Strafstoßschießen entschieden. Dabei benennt jede Mannschaft fünf Schützen, die abwechselnd zum Strafstoßschießen antreten. Falls dann noch keine Entscheidung getroffen ist, wird es fortgesetzt, bis eine Mannschaft im Vorteil ist. Neuerdings kommt international des Öfteren in der Verlängerung das Golden Goal zur Anwendung (Spielentscheidung durch das nächste Tor).
 
Lediglich der Torhüter darf den Ball im eigenen Strafraum mit den Händen berühren; verlässt er den Strafraum, gilt er als Feldspieler. Strafbar wird ein absichtliches Zuspiel (mit dem Fuß) zum eigenen Torhüter, sofern dieser den Ball danach mit den Händen berührt. Die für diesen Vorgang weit verbreitete Bezeichnung »Rückpassregel« ist nur bedingt richtig (falls »zurück gespielt« wird).
 
Gelangt der Ball während des Spiels über eine Seitenlinie ins Seitenaus, erhält der Gegner an der gleichen Stelle einen Einwurf (mit den Händen ausgeführt), gelangt er über eine Torlinie (außerhalb des Tores), gibt es, wenn er zuletzt von einem Spieler der verteidigenden Mannschaft berührt wurde, einen Eckstoß (vom Eckraum) für die Gegenpartei, im anderen Fall für die verteidigende Mannschaft einen Abstoß (Beförderung des ruhenden Balles vom Torraum ins Spielfeld). Verstöße gegen die Spielregeln, wie Sperren des Gegners ohne Ball, Rempeln des Torhüters innerhalb des Torraums, Abseits u. a., werden durch indirekten Freistoß geahndet. Handspiel, Treten des Gegners u. a. Vergehen werden mit einem direkten Freistoß bestraft. Mit einem direkten Freistoß kann unmittelbar ein Tor erzielt werden, beim indirekten Freistoß muss mindestens ein weiterer Spieler den Ball berührt haben. Wird ein Regelverstoß, der normalerweise mit einem direkten Freistoß bestraft wird, im eigenen Strafraum begangen, erhält der Gegner einen Strafstoß (Schuss von der Strafstoßmarke, dem 11-m-Punkt; daher auch »Elfmeter« genannt) zugesprochen. Unabsichtliches Handspiel, für den Schiedsrichter einwandfrei ersichtlich, gilt nicht als Regelwidrigkeit und bleibt ungeahndet. Ein Spieler, der sich trotz Verwarnung, die durch eine gelbe Karte angezeigt wurde, erneut regelwidrig benimmt, wird mit Spielausschluss (»Gelb-Rot«: Zeigen der gelben und anschließend der roten Karte) bestraft. Tätlichkeit, Anspucken, grobes Foulspiel und Ähnliches wird mit sofortigem Feldverweis geahndet (Zeigen der roten Karte, unabhängig davon, ob der schuldige Spieler zuvor bereits verwarnt wurde oder nicht).
 
Bei Spielunterbrechungen, die nicht durch eine Regelwidrigkeit verursacht wurden, wird das Spiel durch einen Schiedsrichterball wieder aufgenommen: Der Schiedsrichter lässt den Ball am Ort der Unterbrechung fallen, von wo er nach Bodenberührung von beiden Mannschaften gespielt werden kann. Der Ball darf (z. B. bei Beschädigung) nur mit Genehmigung des Schiedsrichters ausgetauscht werden. Wird ein Spieler durch einen anderen ersetzt (z. B. wegen Verletzung), so muss sich Letzterer beim Schiedsrichter anmelden.
 
 Der Hallenfußball
 
Hallenfußball wird auf einem überdachten, von einen Meter hohen Banden umrandeten Spielfeld (Kleinfeldformat, mindestens 45 m × 25 m) gespielt. Die Spielzeit beträgt 2 × 10 min. Die Mannschaften bestehen aus vier Feldspielern und einem Torhüter. Gespielt wird unter anderem ohne Abseits, ein Ausball wird eingerollt, es werden nur indirekte Freistöße erteilt, der Spieleraustausch erfolgt im fliegenden Wechsel. Regelverstöße können (neben dem Zeigen der gelben Karte) mit Feldverweis auf Zeit (2 min bei »Gelb-Rot«, 3 min bei »Rot«) geahndet werden. Das Tor misst 5 m × 2 m und ist von einem rechteck- oder halbkreisförmigen »Strafraum« umgeben. Der Strafstoßpunkt befindet sich 9 m vor dem Tor. - Da es für Hallenfußball noch kein international verbindliches Regelwerk gibt, können die Durchführungsbestimmungen auch (je nach örtlichen Gegebenheiten und Besonderheiten) abweichen.
 
Seit 1988 (seit 1995 in modifizierter Form auch für Frauen) veranstaltet der Deutsche Fußball-Bund (DFB) den »DFB-Hallenpokal«, ein stets am Jahresanfang ausgetragenes (Endrunden-)Turnier (»Masters«) mit zwölf Mannschaften, für das der Deutsche Meister, der DFB-Hallenpokal-Titelverteidiger, der DFB-Vereinspokalsieger und der Veranstalter »automatisch« qualifiziert sind. Die übrigen Teilnehmer (nur Bundesliga und Zweite Bundesliga) werden in vier vorausgehenden Qualifikationsturnieren ermittelt. Gespielt wird auf mit Quarzsand versetztem Kunststoffrasen. - Im Hallenfußball gibt es keine deutschen Meisterschaften. 1989 wurde erstmals eine Hallenfußballweltmeisterschaft ausgetragen, die seit 1992 alle vier Jahre stattfindet.
 
 Organisationen
 
Fußball ist in Deutschland im Deutschen Fußball-Bund (DFB; gegründet 1900, Sitz: Frankfurt am Main) mit 6,25 Millionen Mitgliedern organisiert; Präsident: Gerhard Mayer-Vorfelder (* 1933). Weltdachverband ist die Fédération Internationale de Football Association (FIFA; gegründet 1904, Sitz: Zürich) mit 203 (2000) Mitgliedsländern; Präsident: Joseph (»Sepp«) Blatter (* 1936). Europäischer Dachverband ist die Union of European Football Associations (UEFA; gegründet 1954, Sitz: Nyon) mit 51 Mitgliedsländern; Präsident: Lennart Johannson (* 1929).
 
 Spielklassen und Wettbewerbe
 
Die wichtigsten nationalen Fußballwettbewerbe sind die jeweils auf verschiedenen Verbandsebenen ausgetragenen Punktspielrunden und die Pokalwettbewerbe. Im Punktspielbetrieb wird ein Sieg mit drei Pluspunkten, ein Unentschieden mit einem Pluspunkt und eine Niederlage mit null Pluspunkten gewertet. Bei Punktgleichheit entscheidet in der Regel das bessere Torverhältnis. Nationale Meister werden auf diese Weise in den jeweils höchsten Spielklassen ermittelt (Deutschland: Bundesliga; Österreich: 1. Division; Schweiz: Nationalliga A; Italien: Serie A; Spanien: Primera Division; England: Premier League). Die Pokalwettbewerbe (z. B. DFB-Vereinspokal) finden in Ausscheidungsrunden nach dem K.-o.-System statt.
 
Zu den wichtigsten internationalen Fußballwettbewerben zählen in Europa die jährlich für Vereinsmannschaften ausgetragenen Europapokalspiele der Champions League und die Spiele um den UEFA-Pokal, um den Supercup und für Nationalmannschaften die seit 1968 stattfindende Europameisterschaft (Vorgänger war 1960 und 1964 der »Europapokal der Nationen«). Zum olympischen Programm gehörte Fußball erstmals 1908. Weltmeisterschaften werden seit 1930 in Turnierform alle vier Jahre (mit Ausnahme von 1942 und 1946) veranstaltet. Bis 1970 spielte man um die »Coupe Jules Rimet« (nach dem dritten WM-Titel im endgültigen Besitz Brasiliens), seit 1974 gibt es als ständigen Wanderpokal eine Goldtrophäe der FIFA (»FIFA World Cup«). Seit 1998 nehmen 32 Mannschaften an der WM-Endrunde (1986-94: 24) teil, die sich zuvor in Gruppenspielen und/oder K.-o.-Runden qualifizieren mussten. Ausgenommen von der Qualifikation ist das Gastgeberland.
 
 Internationale Pokalwettbewerbe
 
Champions League ist die Bezeichnung für die seit 1991/92 ausgetragene Finalrunde im Europapokal der Landesmeister. Seit 1999/2000 weist sie 32 Teilnehmer auf (16 gesetzte Teams, 16 Qualifikanten). Die Qualifikanten sind die Sieger der dritten Qualifikationsrunde zur Teilnahme an der Endrunde der Champions League. In der ersten Runde wird zunächst in acht Gruppen mit je vier Mannschaften gespielt (sechs Spiele je Mannschaft). Die beiden besten Mannschaften jeder Gruppe qualifizieren sich für die zweite Runde, die acht Gruppendritten nehmen am UEFA-Pokal teil, während die Gruppenletzten ausscheiden. In der zweiten Runde werden in vier Gruppen mit jeweils vier Mannschaften die ersten beiden jeder Gruppe ermittelt. Danach wird der Wettbewerb mit Achtel-, Viertel-, Halbfinale und Finale fortgesetzt. - Die Zusammensetzung der Champions League ergibt sich aus den UEFA-Bestimmungen.
 
Der UEFA-Pokal ist ein Wettbewerb für europäische und (als Ausnahme) israelische Vereinsmannschaften; 1955 begründet als »Internationaler Messepokal«, seit 1971/72 unter dem jetzigen Namen. Die Teilnehmer an den Pokalrunden rekrutieren sich nach einem Verteilerschlüssel, nach dem jeder nationale Verband eine Anzahl Vereine entsendet. Außerdem nehmen am UEFA-Pokal auch die nationalen Vizemeister der in der Koeffizientenrangliste acht bestplatzierten Verbände teil, die in der Qualifikationsrunde zur Teilnahme an der Champions League gescheitert sind, ebenso die acht Gruppendritten der Champions League. Die Spiele finden nach dem K.-o.-System mit Hin- und Rückspiel statt, außer dem Finale. Der »Europapokal der Pokalsieger« (1960-99) ging 1999/2000 in den UEFA-Pokal ein.
 
Der UEFA-Women's Cup wurde ab der Saison 2001/02 als Pokalwettbewerb für Frauenmannschaften eingeführt. Die 32 (derzeit) europäischen Landesmeister treten dabei in der Vorrunde in acht Vierergruppen an, von denen sich der jeweils Erste für das Viertelfinale qualifiziert. Danach geht es weiter im K.-o.-System (mit Hin- und Rückspiel).
 
Der Supercup ist ein Wettbewerb (ein Spiel) zwischen dem Gewinner der Champions League und dem Sieger des UEFA-Pokals; z. T. auch auf nationaler Ebene (Landesmeister gegen Pokalsieger) praktiziert.
 
UI-Cup ist die Kurzbezeichnung für UEFA-Intertoto-Cup, einen seit 1996 jährlich während der Sommerspielpause ausgespielten Wettbewerb für europäische und israelische Vereinsmannschaften, die sich im abgelaufenen Spieljahr in ihren nationalen Ligen nicht direkt für den UEFA-Pokal qualifizieren konnten. Die drei Sieger in den Finalspielen (nach Vorrunden- und Halbfinalspielen) erreichen über diesen Umweg (deshalb auch »Hoffnungscup« genannt) dennoch die Teilnahme am UEFA-Pokal.
 
Der Weltpokal ist ein seit 1960 ausgetragener Wettbewerb (ab 1980 jährlich in Tokio in einem Spiel), der zwischen dem Gewinner des Europapokals der Landesmeister (seit 1991/92 dem Gewinner der Champions League) und dem Sieger des Südamerikapokals der Landesmeister ausgetragen wird.
 
 Regelungen im Profifußball
 
Am 18. 12. 2000 wurde als eigenständiger Verband innerhalb des DFB der »Ligaverband« gegründet, hervorgegangen aus dem Zusammenschluss der lizenzierten Vereine und Kapitalgesellschaften der Bundesliga und der Zweiten Bundesliga. Der Ligaverband regelt über die »Deutsche Fußball-Liga GmbH« (DFL) seinen Geschäftsbereich durch Satzung, Statut und Ordnungen sowie Entscheidungen seiner Organe unter Beachtung der DFB-Satzung und der den DFB bindenden Statuten und Reglements der FIFA und UEFA. Er setzt sich aus je sechs Vertretern der beiden Bundesligen zusammen; Präsident: Werner Hackmann (* 1947).
 
Die Ausländerklausel gibt an, wie viele ausländische Spieler von einem Verein verpflichtet und eingesetzt werden können. Im europäischen Fußball trifft dies auf eine beliebige Anzahl von Spielern aus EU-Staaten zu. Aus dem nicht europäischen bzw. Nicht-EU-Bereich dürfen in Deutschland und Frankreich jedoch nur maximal fünf (in England unbegrenzt, in Spanien vier) Aktive unter Vertrag stehen und davon aber lediglich drei gleichzeitig spielen. In Italien können Ausländer unbegrenzt verpflichtet und eingesetzt werden.
 
Das Bosman-Urteil (nach dem belgischen Fußballprofi Jean-Marc Bosman, * 1964) ist ein im Dezember 1995 vom Europäischen Gerichtshof gefällter Beschluss, dass für Lizenzspieler, deren Vertrag ausgelaufen ist, keine Ablösesummen gezahlt werden müssen. Ebenso entfällt die zahlenmäßige Beschränkung der EU-Ausländer in einem Team.
 
 
Beckham,
 
David, England, Mittelfeldspieler, * Leytonstone (heute zu London) 2. Mai 1975; spielt seit 1992 (1995 kurzzeitig ausgeliehen) bei Manchester United (Sieger der Champions League und Weltpokalsieger 1999); 45 Länderspiele (seit 1996).
 
Del Piero,
 
Alessandro, Italien, Mittelfeldspieler, * Conegliano 9. November 1974; spielt seit 1993 bei Juventus Turin; 31 Länderspiele (seit 1995); gewann mit »Juve« 1996 die Champions League, den Supercup und den Weltpokal.
 
Figo,
 
Luis, Portugal, Mittelfeldspieler, * Lissabon 4. November 1972; spielte beim FC Barcelona (1995-2000) und seitdem bei Real Madrid; 65 Länderspiele (seit 1991); gewann 1997 mit Barcelona den Europapokal der Pokalsieger und den Supercup. Fußballer des Jahres in Portugal 1995 bis 2000 und Europas Fußballer des Jahres 2000.
 
 
Oliver, Deutschland, Torhüter, * Karlsruhe 15. Juni 1969; spielte 1976-94 beim Karlsruher SC und seitdem beim FC Bayern München (Gewinner des UEFA-Pokals 1996, der Champions League und des Weltpokals 2001); 41 Länderspiele (seit 1995); Welttorhüter des Jahres 1999. Fußballer des Jahres 2000 und 2001.
 
 
Michael, England, Angriffsspieler, * Chester 14. Dezember 1978; spielt seit 1990 beim FC Liverpool; war Auswahlspieler in den englischen U 15- bis 21-Mannschaften und gab 1997 sein Debüt in der Premier League; 32 Länderspiele (seit 1998). Fußballer des Jahres 1998.
 
 
Birgit, Deutschland, Angriffsspielerin, * Frankfurt am Main 25. Oktober 1977; spielte bei FSV Frankfurt (1992-98) und seit 1998 beim 1. FFC Frankfurt; 87 Länderspiele (seit 1994); Europameisterin 1995, 1997 und 2001, Torschützenkönigin 1997, 1998 und 2000. Fußballerin des Jahres 2000.
 
Raul,
 
Gonzáles Blanco, Spanien, Mittelfeldspieler, * Madrid 27. Juni 1977; spielte bei Atletico Madrid (1990-92) und seitdem bei Real Madrid; 33 Länderspiele (seit 1996); mit Real Champions-League-Sieger 1998 und 2000 sowie Weltpokalsieger 1998. Fußballer des Jahres in Spanien 1997.
 
 
(eigentlich Rivaldo Vito Borba Ferreira), Brasilien, Mittelfeldspieler, * São Paulo 19. April 1972; spielte seit 1993 bei E. C. Corinthians São Paulo, S. E. Palmeiras São Paulo, Deportivo La Coruña und (seit 1997) FC Barcelona. Weltfußballer des Jahres und Europas Fußballer des Jahres 1999.
 
 
(eigentlich Luiz Nazário de Lima), Brasilien, Angriffsspieler, * Bento Ribero (Rio de Janeiro) 22. September 1976; spielte u. a. bei PSV Eindhoven (1994-96), FC Barcelona (1996/97) und Inter Mailand (seit 1997). Weltfußballer 1996 und 1997 sowie Europas Fußballer des Jahres 1997.
 
 
Mehmet, Deutschland, Mittelfeldspieler, * Karlsruhe 16. Oktober 1970; spielte beim Karlsruher SC (1984-92) und seitdem beim FC Bayern München (Gewinner des UEFA-Pokals 1996 und der Champions League 2001); 35 Länderspiele (seit 1995).
 
 
Zinedine, Frankreich, Mittelfeldspieler, * Marseille 23. Juni 1972; spielte 1992-96 bei Girondins Bordeaux, 1996-2001 bei Juventus Turin und seitdem bei Real Madrid; mit Frankreich Weltmeister 1998, Europameister 2000. Weltfußballer des Jahres 1998 und 2000 sowie Europas Fußballer des Jahres 1998.
 
 
 
Sven-Göran, Schweden, * 5. Februar 1948; mit IFK Göteborg UEFA-Pokalsieger 1982, mit Lazio Rom Gewinner des Europapokals der Pokalsieger und des Supercups 1999; seit 2001 Trainer der englischen Nationalmannschaft.
 
 
Sir (seit 1999) Alex, Großbritannien, * Glasgow 31. 12. 1941; mit FC Aberdeen 1983 und Manchester United 1991 Gewinner des Europapokals der Pokalsieger, mit Manchester United Supercupsieger 1991 und Gewinner der Champions League 1999.
 
Heynckes,
 
Josef (Jupp), Deutschland, * München-Gladbach (heute Mönchengladbach) 9. 5. 1945; 39 Länderspiele als Spieler (zwischen 1967 und 1976, 14 Tore), Europameister 1972. - Als Trainer mit Real Madrid Gewinner der Champions League (1998); seit 2001 bei Athletic Bilbao.
 
 
Ottmar, Deutschland, * Lörrach 12. 1. 1949; gewann mit Borussia Dortmund 1997 die Champions League und den Weltpokal, ebenso 2001 mit dem FC Bayern München.
 
 
Otto, Deutschland, * Essen 9. 8. 1938; mit dem SV Werder Bremen Europapokalsieger der Pokalsieger 1992. Seit August 2001 Trainer der griechischen Nationalmannschaft.
 
 
Giovanni, Italien, * Cusano Milanino (Provinz Mailand) 17. 3. 1939; mit Juventus Turin Gewinner des UEFA-Pokals (1977), des Europapokals der Pokalsieger (1984) und des Europapokals der Landesmeister (1985). Seit Juli 2000 Trainer der italienischen Nationalmannschaft.
 
 
Rudolf (Rudi), Deutschland, * Hanau 13. 4. 1960; 90 Länderspiele als Spieler (zwischen 1982 und 1994, 47 Tore), Weltmeister 1990. - Seit Juli 2000 Teamchef der deutschen Nationalmannschaft (DFB-Trainer: Michael Skibbe, * 1965 und Erich Rutemöller, * 1945).
 
 
Für das Spielen eines Balles mit Fuß, Knie und Oberschenkel gibt es in fast allen Kulturen Zeugnisse, die wohl ältesten aus dem dritten Jahrtausend v. Chr. aus China. Im europäischen Mittelalter kannte man vor allem in England, Frankreich und Italien treibballähnliche, ungeregelte Kampfspiele, bei denen ganze Ortschaften gegeneinander antraten. Diese versuchten, einen Ball über Wege und Felder hinweg durch das gegnerische Dorf- oder Stadttor zu treiben; der Ball konnte auch getragen werden. Aus diesen volkstümlichen Wettbewerben entstanden in englischen Schulen Mitte des 19. Jahrhunderts die Anfänge des modernen Fußballspiels. Im Bemühen um einheitliche Regeln war die Hauptstreitfrage, ob der Ball auch mit den Händen getragen werden dürfe oder nicht. Während die Schule in Rugby die Handspielmöglichkeiten befürwortete und damit zur Schöpferin des Rugbyspiels wurde, schlossen sich die Gegner dieser Spielweise 1863 in London zur »Football Association« (FA) zusammen und übernahmen als einheitliches Regelwerk die erstmals 1848 gedruckten, 1862/63 überarbeiteten und ergänzten »Cambridgeregeln«, die heute noch im Prinzip gültig sind. Der Fußball der »Association« (nach der zweiten Silbe auch kurz »Soccer« genannt) fand bald auch in Deutschland Anhänger, zuerst an den höheren Schulen in Braunschweig. 1878 wurde in Hannover der erste deutsche Fußballverein gegründet. Bis 1963 wurden die Deutschen Meister in Endspielen ermittelt, seit 1908 Länderspiele bestritten.

Universal-Lexikon. 2012.

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